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Polizeipräsident würde lieber Einbrecher jagen als Fußball-Rowdys in Schach halten

Dortmund – Zweimal pro Bundesliga-Spielzeit treffen Borussia Dortmund und Schalke 04 aufeinander, zuletzt am vergangenen Samstag. Rund 2.000 Polizisten waren im Einsatz, um die Ultraszene beider Clubs im Griff zu behalten. Dass die Einsätze der Polizei immer aufwendiger und die Einschränkungen für die Bürger immer unerfreulicher werden, dafür macht jetzt der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange die gewaltbereiten Ultras beider Vereine verantwortlich: „Zu einem Fußballspiel gehören Emotionalität, Leidenschaft und Siegeswille. Wer wie einige gewaltbereite Ultras jedoch auf Hass, Respektlosigkeit und Ignoranz setzt, hat bei solchen Großveranstaltungen nichts zu suchen.“

Am Samstag hatte die Polizei rund 300 Dortmunder Ultras im Bereich des Hafens angetroffen und unter anderem Schutzbewaffnung und Pyrotechnik sichergestellt. Acht Streifenwagen der Dortmunder Polizei wurden beschädigt, zwei Sonderzüge durch Schalke-Anhänger erheblich beschädigt. Nach dem Spiel musste die Polizei erneut Auseinandersetzungen zwischen beiden Lagern unterbinden, Dortmunder Ultras hatten sich vermummt und versucht, durch die polizeiliche Absperrung zu gelangen.

Die Gefahrenprognosen anlässlich eines solchen Hochrisikospiels und die Tatsache, dass die Polizei aufgrund dessen immer wieder ein Großaufgebot an Personal stellen muss, hinterfragt Lange kritisch: „Ich würde mein Personal lieber im Kampf gegen Wohnungseinbrecher oder zur Bekämpfung der Straßenkriminalität einsetzen. Dort wird es dringend gebraucht. Solange sich an dieser Situation nichts ändert, ist es die Aufgabe Aller, gewaltbereite Fußballanhänger außen vor zu lassen!“

Bildquellen (Titel/Herkunft)

  • ultras: fußball24

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