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Zahl der Asylsuchenden in NRW steigt schneller als erwartet

Düsseldorf – Die Zahl der Flüchtlinge, die nach Nordrhein-Westfalen kommen, wächst stärker als von der Landesregierung erwartet. Seit Jahresbeginn sind bereits mehr als 77.000 Asylsuchende nach NRW gekommen. “Das konnte niemand voraussehen. Wir tun alles, um ihnen ein sicheres Dach über dem Kopf zu bieten”, sagte Innenminister Ralf Jäger (SPD, Foto).

Die Landesregierung will die Kommunen finanziell gerecht bei der Unterbringung der Flüchtlinge unterstützen. “Deshalb sind wir mit den Kommunalen Spitzenverbänden in einem konstruktiven Dialog, um die tatsächlichen Kosten der Gemeinden zu ermitteln und schnell helfen zu können.” Gleichzeitig forderte der NRW-Innenminister mehr finanzielle Hilfe vom Bund. “Denn die bisherigen Zusagen aus Berlin beruhen auf überholten Prognosen. Die bisher gewährte Unterstützung für Länder und Kommunen ist nicht mehr als ein Anfang. Spätestens bei den geplanten Gesprächen zwischen Bund und Ländern in den nächsten Wochen brauchen wir konkrete Ergebnisse”, kritisierte Jäger.

Auch bei der Bearbeitung der Asylanträge erwartet der NRW-Innenminister mehr Tempo. “Der Bund muss jetzt die Ärmel hochkrempeln. Die Verfahren dauern rund ein halbes Jahr. Deshalb braucht das Bundesamt für Flüchtlinge und Migration mehr Mitarbeiter. Derzeit dauern die Verfahren zu lange. Die Zahl der unbearbeiteten Anträge hat sich bundesweit auf mittlerweile rund 270.000 erhöht. “Das ist völlig inakzeptabel für die geflüchteten Menschen, die bei uns eine Perspektive bekommen sollen und darüber schnell Klarheit brauchen. Außerdem dürfen wir den Menschen, die keine Chance haben, bei uns zu bleiben, keine falschen Hoffnungen machen”, meinte Jäger.

Bildquellen (Titel/Herkunft)

  • Ralf_Jaeger_Pressefoto_Webformat: Innenministerium NRW

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