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Birgit_in_Düsseldorf_21.08.2015

Viel Beifall bei den CDU-Frauen für bekannte Gender-Kritikerin Birgit Kelle – 19.000 Unterstützer-Mails erreichten Schulverwaltung

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Düsseldorf – Letztlich kam es nicht zum großen Showdown. Nach Tagen des öffentlichen Hickhacks um eine Veranstaltung der Düsseldorfer Frauen Union (FU) mit der Buchautorin Birgit Kelle (40, „GenderGaga“) verliefen Vortrag und Diskussion gestern Abend im Gymnasium Koblenzer Straße friedlich und in offener Atmosphäre. Gut 250 Düsseldorfer waren gekommen, um sich selbst ein Bild über die Thesen der streitbaren Frau Kelle zu machen, die dem Feminismus alter Prägung und dem unbedingten Willen einer „wahren Gender-Ideologie“, die traditionellen Familien in Deutschland zu beschädigen, vielleicht sogar zu zerstören, den Kampf angesagt hat. „Rechtspopulismus“ werfen ihr deshalb Kritiker vor. Besonders Lobbyisten der kleinen Gruppe organisierter Homosexueller hatten im Vorfeld mit einer koordinierten Aktion versucht, die Schulbehörde dazu zu drängen, der Frauen Union die Räumlichkeiten für die Veranstaltung mit Birgit Kelle zu kündigen. Die Antwort der schweigenden Mehrheit war dröhnend. „Innerhalb von drei Tagen gingen beim Düsseldorfer Schulverwaltungsamt 19.000 Mails mit der Aufforderung ein, Birgit Kelle wie geplant in der Schule sprechen zu lassen“, sagte die CDU-Bundestagsabgeordnete Sylvia Pantel in ihrer Begrüßungsrede und erntete damit ein deutliches Raunen des Auditoriums.

In ihrem Vortrag erläuterte die Referentin zunächst Urspung und Entwicklung der Gender Mainstreaming-Ideologie, die von führenden Biologen inzwischen mit dem Kreationismus radikal-christlicher Kreise verglichen wird. Absoluter Wahrheitsanspruch ohne jede wissenschaftliche Grundlage und ohne jegliche demokratische Legitimation. „Der Deutsche Bundestag hat niemals darüber diskutiert und abgestimmt, ob Gender ein Leitziel der Politik werden soll. Man macht es einfach, weil sich niemand wehrt“, rief Kelle unter starkem Beifall in den Saal. Anhand zahlreicher Beispiele aus Deutschland und Österreich schilderte sie ein ums andere Mal die geradezu lächerlichen Auswirkungen dieser Ideologie im Alltag, wie etwa den Streit in Berlin darüber, wie zukünftig „Ampelweibchen“ aussehen sollen, da sie mit Röckchen zu stereotyp, ohne Röckchen aber gar nicht als „Weibchen“ erkennbar seien. Da gab es viel zu lachen in Düsseldorf. Doch es gab auch die ernsten Töne. Um das Denken eines ganzen Volkes umzudrehen, hätten Ideologen zu aller Zeit versucht, sich direkten Zugriff auf die Kinder zu verschaffen. Diese Entwicklung werde auch in Deutschland immer deutlicher, etwa bei dem umstrittenen Bildungsplan der rot-grünen Landesregierung in Baden-Württemberg. Hier gehe es nicht darum, Kindern Toleranz zu vermitteln, sondern sie an uniformes Denken zu gewöhnen. „Toleranz braucht man nur, wenn es unterschiedliche Meinungen geben darf.“ In Stuttgart aber wolle man Kindern nun die angeblich einzige legitime Sicht aufzwingen. Akzeptanz um jeden Preis, egal, was Eltern und Kirchen davon halten. Hier gelte es, massiv gegenzuhalten. „Ich werde immer wieder bei Veranstaltungen gefragt, ob der Kampf gegen den Gender-Irrsinn nicht bereits verloren ist“, erzählte Kelle zum Schluss ihres Vortrags und fuhr fort: „Welcher Kampf? Wann haben wir denn zuletzt gekämpft? Unser Widerstand fängt jetzt erst richtig an!“

Bildquellen (Titel/Herkunft)

  • Birgit_in_Düsseldorf_21.08.2015: kellecom

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