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Muslimischer Patient entfernte Kreuz in katholischem Krankenhaus

Herford – Ein Vorfall im katholischen Mathilden-Krankenhaus in Herford sorgt für Aufsehen. Eine muslimische Frau mit Burkha war dort zur ambulanten Behandlung erschienen. Ihr Mann, ebenfalls streng gläubiger Muslim, hatte das christliche Kreuz, das dort in jedem Zimmer fest verschraubt hängt, von der Wand entfernt. Als der Oberarzt den Raum betrat, bemerkte er sofort, dass das Kreuz fehlte und stellte das Paar zur Rede. Die Tageszeitung „Neue Westfälische“ berichtete jetzt über den Vorfall, der bereits drei bis vier Monate zurückliegt. Der Muslim hatte vermutlich ein Werkzeug mitgebracht, um das christliche Symbol von der Wand entfernen zu können. Zwischen dem Arzt und dem Mann soll es zu einem Streit gekommen sein, in deren Verlauf der Arzt, der selbst aus dem „muslimischen Kulturraum“ stamme, klar stellte, dass er sich in einem katholischen Krankenhaus befinde und dort Kreuze zum Mobiliar gehöre, dass man nicht einfach entfernen könne.

Im Zuge der Recherchen hat die „Neue Westfälische“ auch festgestellt, dass mehrfach muslimische Patienten in dem Krankenhaus die Behandlung durch Ärztinnen abgelehnt hätten und gefordert hätten, von männlichen Ärzten behandelt zu werden. Der Geschäftsführer der Krankenhausträger-Gesellschaft wird zitiert: „Wir werden uns nicht den Gepflogenheiten außereuropäischer Geschlechtervorstellungen beugen.“

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