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Schneider (FDP): Früherkennung von Männer-Krankheiten verbessern

Düsseldorf – Aktuell findet der sogenannte ‚Movember‘ statt. Der Aktionsmonat verfolgt das Ziel, männerspezifische Erkrankungen in den Fokus zu rücken. Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung von Männern in Deutschland. Pro Jahr werden nach Angaben des Robert Koch-Instituts bundesweit über 60.000 Neuerkrankungen diagnostiziert. Der Anteil der Männer, die eine entsprechende Vorsorge in Anspruch nimmt, ist dagegen gering. Die FDP-Fraktion hat jetzt eine Initiative für bessere Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen gestartet. Susanne Schneider, gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, fordert, das Bewusstsein für diese Erkrankung zu fördern und ein Erinnerungs -bzw. Einladungssystem zu Früherkennungsuntersuchungen auf den Weg zu bringen.

„Das gesundheitsbezogene Verhalten von Männern und Frauen unterscheidet sich deutlich. Männer reagieren auf Krankheitssymptome anders, sie nutzen die medizinischen Versorgungsstrukturen oft erst, wenn eine Behandlung aufgrund erheblicher Beschwerden unumgänglich ist. Gerade weil Männer in der Regel weniger auf ihre Gesundheitsvorsorge achten, müssen also Verbesserungen bei der Krebsfrüherkennung angestrebt werden.

Je früher ein Tumor erkannt wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er noch nicht gestreut hat und heilbar ist. Es muss also gelingen, Männer gezielt und ausgerichtet in ihrer Lebensrealität anzusprechen. Nur so können sie zu einer Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen motiviert werden. Ein Erinnerungssystem bzw. ein koordiniertes Einladungswesen zu Früherkennungsuntersuchungen für Männer vergleichbar dem Mammographie-Screening für Frauen wäre sinnvoll, um die Inanspruchnahme der Prostatakrebs-Früherkennung zu steigern. Hier muss die Landesregierung gemeinsam mit den Krankenkassen tätig werden.“

Bildquellen (Titel/Herkunft)

  • susanne-schneider_-mdl-2: susanne schneider

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