Wirtschaft, Politik und Leben in Nordrhein-Westfalen

MENÜ
MENÜ

Ministerpräsidentin Kraft beschwört bim DGB „das industrielle Herz Europas“

Siegen – Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Arbeitsminister Rainer Schmeltzer (beide SPD) haben beim Arbeitnehmerempfang der Landesregierung in Siegen die Bedeutung von Gewerkschaften im Land hervorgehoben. In der Siegerlandhalle sagte die Ministerpräsidentin: „Der Arbeitnehmerempfang ist Gelegenheit, ‚Danke‘ zu sagen. Für den Beitrag der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu Wohlstand und Wachstum in diesem Land sowie für die wichtige gewerkschaftliche Arbeit. Für das, was für den gesellschaftlichen Zusammenhalt geleistet wird. Dafür, dass die Gewerkschaften unser Land nach vorne gebracht haben und weiter nach vorne bringen.“

Arbeitsminister Rainer Schmeltzer rief dazu auf, alle Chancen zu nutzen, den Fachkräftebedarf der Zukunft zu sichern. Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt stelle sich nach Region und Branche sehr unterschiedlich dar, so Schmeltzer. Nicht überall würden die Potenziale der Bewerberinnen und Bewerber ausgeschöpft. „Wer ausbildet, bietet eine Zukunftsperspektive. Das gilt für alle jungen Menschen, ob hier aufgewachsen oder hierhin geflohen. Je schneller wir es schaffen, junge Geflüchtete in Ausbildung und Arbeit zu bekommen, desto besser für die Menschen und für unsere Gesellschaft. Arbeit und Beschäftigung sind Integrationsmotoren. Mit ihrem Engagement und Einsatz tragen die Gewerkschaften und Betriebsräte ganz wesentlich dazu bei.“

Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW, bedankte sich bei Ministerpräsidentin Hannelore Kraft für die Einladung zum Arbeitnehmerempfang und die damit verbundene Wertschätzung. „In den vergangenen Jahren hat sich für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in NRW einiges positiv entwickelt. Vieles, was die Gewerkschaften gefordert haben, wurde seit 2010 von der Landesregierung umgesetzt“, so der DGB-Landeschef. Dennoch gebe es in Nordrhein-Westfalen nach wie vor Probleme, die dringend angepackt werden müssten. „Schlecht bezahlte Arbeit zu unfairen Bedingungen ist für zu viele Menschen noch gelebte Realität.“

Die Ministerpräsidentin ging in ihrer Rede auf die Ziele ein, die man zusammen mit den Gewerkschaften erreicht habe: „Wir bringen unser Land gemeinsam voran, damit in unserem NRW auch in Zukunft das industrielle Herz Europas schlägt. So haben wir gemeinsam mit den Unternehmen, den Beschäftigten und der Wissenschaft ‚Industriepolitische Leitlinien‘ für NRW festgelegt. Die Gewerkschaften haben dabei von Anfang an wichtige Impulse gesetzt.“ Ein weiteres Beispiel für die Gemeinsamkeit sei die Allianz „Wirtschaft und Arbeit 4.0“, die vor einem Jahr von Landesregierung, DGB und Spitzenvertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft ins Leben gerufen wurde. Sie kümmert sich um wichtige Zukunftsthemen, etwa welche Aus- und Weiterbildung Arbeitnehmer brauchen, um fit für den digitalen Wandel zu sein. Auch mit der DGB-Initiative „NRW 2020“ bringe man das Land gemeinsam nach vorne. Seit dem Jahr 2015 bis heute seien schon 250.000 Arbeitsplätze hinzugekommen. Ziel der Initiative sei es, 500.000 neue, sozialversicherte Arbeitsplätze bis zum Jahr 2020 zu schaffen.

Bildquellen (Titel/Herkunft)

  • Hannelore_Kraft_Siegen: land nrw/sondermann

Ähnliche Beiträge

Kommentare sind nicht möglich.