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Antisemitismus-Streit jetzt auch in der NRW-AfD – Funktionär ausgetreten

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Köln – Thomas Traeder, bis vergangene Woche Geschäftsführer der AfD-Fraktion im Kölner Stadtrat, und kulturpolitischer Sprecher der AfD in Nordrhein-Westfalen, ist aus seiner Partei ausgetreten. Das berichtet die „Westdeutsche Zeitung“ (WZ). Grund sei, dass es in der Partei „offenen Antisemitismus“ gabe. Traeder wird wie folgt zitiert: „Die offizielle Position der Alternative für Deutschland zum Judentum und zum Staat Israel ist die pure Heuchelei. Offiziell ist Antisemitismus in der AfD verpönt, intern weigert man sich jedoch, gegen diesen vorzugehen und kehrt die Dinge lieber unter den Teppich.“

In der Landschaftsversammlung des Kommunalverbandes Rheinland, war es nach Informationen der WZ zum Eklat gekommen: Traeder und sein AfD-Kollege Ralf Wegener hätten im September vergangenen Jahres ihren dritten Mitstreiter in dem Gremium ausgeschlossen, nachdem der offen antisemitische Facebook-Postings weiterverbreitet hatte.

Dieser Vorgang soll auch dem AfD-Landesvorstand bekannt sein, der aber nichts unternommen habe. AfD-Landeschef Marcus Pretzell habe ihn, Traeder, allerdings bei mehreren Telefonaten „übel angeschrien“ und die Frage in den Raum gestellt, ob „für Leute wie mich noch Platz in der AfD sei.“

Bildquellen (Titel/Herkunft)

  • Thomas_Traeder_AfD: afd Köln

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