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10. Kinder- und Jugendbericht vorgestellt: Mehr Möglichkeiten, mehr Anforderungen

Düsseldorf – Kinder- und Jugendministerin Christina Kampmann (SPD, Foto) hat heute in Düsseldorf den zehnten Kinder- und Jugendbericht der Landesregierung vorgestellt. „Nicht nur das Leben und der Alltag von jungen Menschen haben sich in den letzten Jahren stark verändert, auch die Kinder- und Jugendhilfe in Nordrhein-Westfalen wurde erheblich weiterentwickelt. Im Jahr 2017 haben wir im Haushalt mehr als 3,8 Mrd. EUR für die Bereiche Kinder, Jugend und Familie vorgesehen. Gegenüber dem Jahr 2010 wurden die Mittel damit mehr als verdoppelt“, erklärte Ministerin Kampmann.

Die Kinder- und Jugendarbeit hat damit in Nordrhein-Westfalen viel zugunsten verbesserter Lebensbedingungen von Kindern, Jugendlichen und Familien beigetragen. Eine große Bedeutung kommt der Kinder- und Jugendarbeit der freien Trägerlandschaft in NRW zu. So erreichen die 24 Jugendverbände in NRW mit ihren Freizeit- und Bildungsangeboten jährlich rund 1,3 Mio. junge Menschen. Und auch die 2100 Häuser der offenen Kinder- und Jugendarbeit und die Jugendkulturzentren sprechen viele Jugendliche an, insbesondere benachteiligte junge Menschen oder jene mit Migrationshintergrund.

Der Kinder- und Jugendbericht macht deutlich: Jungen Menschen wird heute in ihren Alltagswelten mehr ermöglicht, ihnen wird allerdings auch erheblich mehr abverlangt. Sie verbringen mehr Zeit in Bildungseinrichtungen als je zuvor und wollen den Ansprüchen dort auch gerecht werden. Gleichzeitig hat die Digitalisierung ihr Leben stark verändert. 93 Prozent der Mädchen und 91 Prozent der Jungen zwischen zwölf und 19 Jahren besaßen 2015 bundesweit ein Smartphone, 99 Prozent einen Internetzugang oder konnten auf das Internet zugreifen. Dabei unterscheidet sich der Besitz nicht grundlegend nach sozialem Status. Allerdings gibt es bei der Nutzung erhebliche Unterschiede. Hier sieht die Jugendarbeit eine wichtige Aufgabe, eine kritische selbstbestimmte Nutzung zu unterstützen.

Freunde, Familie und Sport bleiben im Leben der jungen Menschen sehr wichtig. Außerdem engagieren sie sich stark in Verbänden und Organisationen, Schulen oder für soziale, kulturelle und sportliche Zwecke. Der Anteil freiwillig Engagierter liegt in der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen bei 47 Prozent.

Die zentrale Grundlage für eine zukünftige Jugendarbeit und Jugendpolitik stellt der nordrhein-westfälische Kinder- und Jugendförderplan dar. „Es freut mich, dass es für das Haushaltsjahr 2017 gelungen ist, dieses wichtige Instrument um neun Millionen auf insgesamt 109 Millionen Euro aufzustocken“, sagte Kampmann.

Bildquellen (Titel/Herkunft)

  • Christina_Kampmann_SPD: MFKJKS nrw

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